Camping & Vanlife

Campingküche einrichten: Checkliste für Zelt, Bus und Wohnmobil

Was in die Küchenbox gehört, wie Sie Platz sparen und worauf es bei Gas ankommt.

Lesezeit ca. 8 Minuten

Zwei Camper sitzen vor ihrem Zelt auf einer Wiese

Kurz gesagt

Eine gute Campingküche besteht aus fünf Bereichen: Kochen, Geschirr, Vorrat, Spülen und Sicherheit. Im Zelt zählt vor allem wenig Gewicht und ein einfacher Kocher, im Bus und Wohnmobil kommen Stauraum, Gasvorrat und eine geprüfte Gasanlage hinzu. Mit der Checkliste unten packen Sie nur das ein, was Sie wirklich brauchen.

Inhaltsverzeichnis
  1. Was gehört in die Campingküche?
  2. Die Checkliste für Zelt, Bus und Wohnmobil
  3. Welches Kochgeschirr passt?
  4. Wie viel Stauraum braucht die Küche?
  5. Zelt, Bus oder Wohnmobil: Worin unterscheidet sich die Küche?
  6. Ein Beispiel: So sieht ein Kochtag aus
  7. Gasvorrat: Wie viel brauchen Sie?
  8. Abfall und Spülen auf dem Platz
  9. Nicht mitnehmen, wenn
  10. Häufige Fragen
  11. Passend dazu

Was gehört in die Campingküche?

Wer zum ersten Mal losfährt, packt meist zu viel oder vergisst das Wichtigste. Die Checkliste ordnet die Ausrüstung nach Bereichen und zeigt, was im Zelt, im Bus und im Wohnmobil jeweils nötig ist. „Fest verbaut“ heißt: Das Teil ist in vielen Fahrzeugen bereits vorhanden, prüfen Sie aber trotzdem, ob es vollständig und funktionstüchtig ist.

Die Checkliste für Zelt, Bus und Wohnmobil

Checkliste Campingküche nach Bereichen
BereichAusrüstungZeltBus / Wohnmobil
KochenKocher (Kartusche, Hockerkocher oder fest verbaut)jaja oder fest verbaut
KochenGas-Ersatzkartusche bzw. Gasflaschejaja
KochenFeuerzeug oder Streichhölzerjaja
KochenWindschutz für den Kocherjaoptional
KochenTopf mit Deckel, Pfannejaja
GeschirrTeller, Becher, Besteck pro Personjaja
GeschirrSchneidebrett, scharfes Messerjaja
GeschirrDosenöffner, Flaschenöffner, Schälerjaja
GeschirrKochlöffel, Pfannenwenderjaja
VorratHaltbare Grundnahrung (Nudeln, Reis, Haferflocken)jaja
VorratÖl, Salz, Gewürze, Kaffee, Teejaja
VorratKühlbox oder Kühlschrankoptionalja oder fest verbaut
VorratTrinkwasser-Kanisterjaja oder fest verbaut
SpülenSpülschüssel, Spülmittel, Bürstejaja
SpülenGeschirrtuch, Küchenrollejaja
SpülenWasserkanister für Brauchwasseroptionalja oder fest verbaut
SicherheitFeuerlöscher oder Löschdeckeoptionalja
SicherheitCO-Melder bzw. Gaswarnernur für den Innenraumja
SicherheitErste-Hilfe-Set mit Brandsalbejaja
SicherheitFeste Unterlage für den Kocherjaja
Quelle: Redaktionelle Zusammenstellung

Drucken Sie die Tabelle aus oder haken Sie sie am Handy ab. Ergänzen Sie, was Ihre Familie zusätzlich braucht: Babynahrung, Diätprodukte oder Futter für Haustiere.

Welches Kochgeschirr passt?

Bei Töpfen und Pfannen entscheidet die Art der Reise. Im Zelt zählen geringes Gewicht und kleines Packmaß, im Bus dürfen es robuste und größere Töpfe sein. Edelstahl ist unempfindlich, Aluminium leichter und gleichmäßig in der Wärmeverteilung, eine Antihaftbeschichtung hilft beim Braten, braucht aber schonende Pflege. Eine Auswahl finden Sie in unserer Übersicht zu Kochgeschirr für Camping.

Anzeige
THTYBROS Kochgeschirr-Set
Komplettes SetTHTYBROS Kochgeschirr-Set17 Teile aus hart eloxiertem Aluminium mit Topf, Kessel, Pfanne, Bechern und Tellern, ineinandergesteckt in einem Netzbeutel.
Verfügbarkeit prüfen*

Wie viel Stauraum braucht die Küche?

Im Zelt packen Sie alles in eine Kiste oder einen Packsack, im Bus in einen festen Küchenkasten. Bewährt hat sich eine Küchenbox pro Bereich: eine für Kochen, eine für Geschirr, eine für Vorrat. Ineinandergestapelte Töpfe, Becher im Topf und Besteck im Geschirr sparen Platz. Dinge, die Sie täglich brauchen, kommen nach oben und nach vorn, Reserven nach unten.

  • Zelt: Eine Kiste für alles, Kocher und Kartusche getrennt vom Essen. Kocher draußen aufstellen.
  • Bus: Feste Boxen, die nicht rutschen. Schwere Dinge nach unten und möglichst in Fahrzeugmitte.
  • Wohnmobil: Schubladen und Schränke sind oft vorhanden. Sichern Sie Geschirr gegen Klappern und Verrutschen.

Zelt, Bus oder Wohnmobil: Worin unterscheidet sich die Küche?

Im Zelt kochen Sie fast immer mit einem Kartuschenkocher oder einem Hockerkocher im Freien. Die Küche muss in eine Kiste passen, der Kocher braucht Windschutz, und das Wasser holen Sie am Sanitärhaus. Hier gewinnt, wer mit wenigen Teilen auskommt: ein Topf, eine Pfanne, ein Messer, ein Löffel pro Person.

Im Bus ist die Küche kompakter als zu Hause, aber ständig verfügbar. Viele Camper bauen einen ein- oder zweiflammigen Kocher fest ein oder nutzen eine ausziehbare Küchenbox. Wichtig sind eine gute Belüftung, eine feuerfeste Arbeitsfläche und ein Platz für das Spülwasser. Ein Teil des Geschirrs kann im Fahrzeug bleiben, damit Sie nicht vor jeder Reise neu packen.

Im Wohnmobil gibt es meist Gasherd, Spüle, Kühlschrank und Frischwassertank. Dafür kommen Pflichten hinzu: Die Gasanlage will gewartet, der Frischwassertank sauber gehalten und der Kühlschrank richtig beladen werden. Geschirr und Töpfe sollten rutschfest und klapperarm verstaut sein, damit sie unterwegs nicht durch den Innenraum fliegen.

Ein Beispiel: So sieht ein Kochtag aus

Zum Frühstück genügen Wasser für Kaffee oder Tee und Haferbrei oder Brot. Am Mittag essen Sie kalt oder machen eine schnelle Pfanne, am Abend gibt es ein warmes Gericht mit einem Topf. Pro Tag kochen Sie also zwei- bis dreimal, und jede Mahlzeit braucht Wasser zum Erhitzen, Geschirr zum Essen und Wasser zum Spülen. Wenn Sie vorab planen, welches Gericht wann auf den Tisch kommt, packen Sie genau die Vorräte ein, die Sie brauchen, und werfen am Ende nichts weg. Ideen dafür liefern unsere Camping-Rezepte mit einem Topf.

Gasvorrat: Wie viel brauchen Sie?

Gas ist der Posten, an dem sich Planung lohnt. Als Faustwert gilt: Ein Liter Wasser von 15 auf 100 Grad braucht etwa 19 bis 20 Gramm Butan, wenn man einen Wirkungsgrad von 40 Prozent annimmt (Schätzung). Eine 227-Gramm-Kartusche brennt bei einem Kocher mit 2,2 kW etwa 80 Minuten auf voller Stufe. Wer zweimal täglich kocht und Kaffee oder Tee aufbrüht, kommt mit einer Kartusche meist mehrere Tage aus. Für den Urlaub berechnen Sie den Bedarf mit dem Kartuschen-Rechner.

Nehmen Sie eine Reservekartusche mit, denn am Ende des Urlaubs gehen sie an kleinen Plätzen oft aus. Bei Kälte unter dem Gefrierpunkt verdampft Butan schlecht. Dann hilft ein Gemisch mit Propan oder Isobutan, eine Orientierung gibt der Ratgeber Welches Gas für Campingkocher?

Gasprüfung im Wohnmobil

Wohnmobile und Wohnwagen mit fest eingebauter Flüssiggasanlage brauchen eine Gasprüfung nach dem DVGW-Arbeitsblatt G 607. Nach einer Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) ist sie wieder Pflicht und Teil der Hauptuntersuchung, wie TÜV SÜD berichtet. Dabei prüft eine Fachwerkstatt oder Prüfstelle die Anlage auf Dichtheit und prüft Regler, Schläuche und Armaturen. Die Prüfbescheinigung führen Sie mit. Die Hintergründe erklärt unser Glossar-Eintrag zur Gasprüfung im Wohnmobil. Ob und wie oft Regler und Schläuche getauscht werden müssen, steht in den Herstellerangaben und der Prüfbescheinigung.

Abfall und Spülen auf dem Platz

Packen Sie Müll in Beutel und entsorgen Sie ihn an den Sammelstellen. Leere Kartuschen gehören nicht in den Hausmüll, sondern wegen der Restgasgefahr in die Sammlung für Wertstoffe oder Schadstoffe. Wie das geht, steht im Ratgeber Gaskartusche entsorgen. Spülwasser kippen Sie nicht in die Natur, sondern an den vorgesehenen Ausgüssen. Nutzen Sie möglichst wenig Spülmittel und verwenden Sie, wenn vorhanden, biologisch abbaubare Produkte.

  • Trennen: Restmüll, Leichtverpackung und Glas getrennt sammeln, wie der Platz es vorgibt.
  • Reduzieren: Lebensmittel umfüllen und Verpackung zu Hause lassen.
  • Spülen: Erst mit Papier abwischen, dann im warmen Wasser spülen. So bleibt das Wasser sauber und sparsam im Verbrauch.

Nicht mitnehmen, wenn

  • Sie nur ein Wochenende zelten: Dann brauchen Sie keinen zweiten Kocher und keine große Pfannensammlung.
  • Der Platz Gaskocher oder Grill im Vorzelt untersagt: Erkundigen Sie sich vorher.
  • Ein Gerät keine klare Anleitung hat: Lassen Sie es daheim, besonders bei Gas.

Häufige Fragen

Welche Grundausstattung brauche ich für eine Campingküche?

Einen Kocher mit Gas, einen Topf mit Deckel, eine Pfanne, Teller, Becher, Besteck, ein Messer, Schneidebrett, Spülzeug und etwas Löschmittel. Mehr braucht es für den Anfang nicht.

Wie packe ich die Küche im Bus platzsparend?

In Boxen pro Bereich, Geschirr ineinandergestapelt, schwere Teile unten und gesichert gegen Rutschen.

Wie oft muss die Gasanlage im Wohnmobil geprüft werden?

Die Gasprüfung nach DVGW G 607 ist inzwischen wieder Pflicht und Teil der Hauptuntersuchung, findet also im Rhythmus der HU statt. Lassen Sie sie von einer Fachwerkstatt durchführen und führen Sie die Bescheinigung mit.

Wie viel Gas brauche ich für eine Woche?

Als Schätzung etwa 20 Gramm je Liter Wasser plus Garzeit. Zwei Personen kommen bei einfacher Küche mit zwei bis drei Kartuschen aus. Der Kartuschen-Rechner hilft bei der genauen Planung.

Darf ich im Vorzelt kochen?

Aus Sicherheitsgründen raten wir davon ab, wegen der Gefahr durch Kohlenmonoxid und Brandgefahr. Kochen Sie draußen, sofern die Anleitung Ihres Kochers keine andere Freigabe nennt.

* Affiliate-Link: Bei einem Kauf erhalten wir eine Provision, der Preis ändert sich für Sie nicht. Mehr dazu im Werbehinweis.

Unsere Empfehlungen

Anzeige
Camplora Gaskocher mit 4 Kartuschen
Camplora Gaskocher mit 4 KartuschenIdeal für Camping, Balkon und Notvorrat
Details & Preis bei Amazon*
EVOCAMP Gaskocher 1-flammig
EVOCAMP Gaskocher 1-flammigIdeal für Einsteiger und Gelegenheitscamper
Details & Preis bei Amazon*
ROTHENBERGER Campingkocher Premium
ROTHENBERGER Campingkocher PremiumIdeal für Camping mit großen Töpfen
Details & Preis bei Amazon*

* Affiliate-Links. Zum vollständigen Vergleich